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Krebs der inneren weiblichen Geschlechtsorgane
Im Rahmen des onkologischen Zentrums werden neben den Brustkrebserkrankungen auch Erkrankungen der weiblichen Genitalorgane therapiert. Im Vordergrund der operativen Anstrengungen stehen hierbei Erkrankungen der Eierstöcke, der Gebärmutter sowie Scheide und äußeren Genitale. Wesentlichen Raum nimmt die Therapie von Ovarial-Karzinomen ein, die mit einer primären Erkrankungsrate von 16 im Jahr 2003 die Bedeutung des operativen Zentrums unterstreicht. Häufiger jedoch sind Gebärmutterschleimhautkrebserkrankungen (Korpuskarzinome), die im Gegensatz zu Eierstockserkrankungen in der überwiegenden Zahl in einem heilbaren Stadium zur Diagnostik kommen. Blutungen nach den Wechseljahren führen hier zu einer weitergehenden Abklärung und echten Früherkennung der Erkrankung. Im vergangenen Jahr wurden 41 dieser Karzinome im onkologischen Zentrum des Stauferklinikums therapiert. Die Eingriffsschwere kann durch Kombinationen mit endoskopischen (Schlüssellochchirurgie) Maßnahmen wesentlich reduziert werden. Endoskopisch werden hierbei die Lymphabflussgebiete entlang der Beckenschlagader und Hauptschlagader im Bauch dargestellt und entfernt. Die operative Radikalität entspricht der offenen Bauchoperation. Die Gebärmutter samt Eileiter und Eierstöcke können dann durch die Scheide schonend operiert werden. Ähnliche Prozeduren werden auch beim Gebärmutterhalskrebs in entsprechenden Fällen möglich. Hierbei ist jedoch bei größerer Tumorerkrankung die Operation durch einen Bauchschnitt erforderlich. Bei weitergehenden Eingriffen, die auch zu Funktionseinschränkungen führen können (z. B. wenn die Entfernung der Scheide notwendig wird), können sofortige Rekonstruktionen der Scheide durchgeführt werden. Hierzu stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Die Nachfolgebehandlung wird über die Brückenpflege, Sozialdienste, strahlentherapeutische Einrichtungen und soweit erforderlich auch systemtherapeutisch vom Zentrum für gynäkologische Onkologie organisiert bzw. durchgeführt. Dies gilt auch für rehabilitations- und berufliche Wiedereingliederungsmaßnahmen. Im Hause wird hierfür ein Sozialdienst vorgehalten. Die operativen Maßnahmen werden durch eine regelmäßige Qualitätssicherung überwacht. Die Systemtherapien (Chemotherapie, Antihormontherapie, Immuntherapie) werden ergänzt durch komplementäre Maßnahmen aus dem Bereich der Naturheilkunde (Abteilung für Naturheilverfahren, Oberärztin Frau Dr. med. Schneider), falls dies von der Patientin gewünscht wird. Die Systemtherapie erfolgt im Wesentlichen im Rahmen von Studien, um eine intensive Überwachung zu gewährleisten und innovative Therapiekonzepte rasch umsetzen zu können. Immer wieder zeigt sich in entsprechenden Untersuchungen, dass Patienten die im Rahmen von Studien therapiert werden, ein besseres Überleben zeigen und die daran teilnehmenden Kollegen eine höhere Expertise vorweisen können. |
STAUFERKLINIKUM
Wetzgauer Straße 85 73557 Mutlangen
Chefarzt:
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